Versicherungsfachmann Risikomanagement und Underwriting 1 — Questions and Answers
Question 1: Was versteht man unter 'Underwriting' in der Versicherungswirtschaft?
- Die Risikoprüfung und Entscheidung, ob und zu welchen Konditionen ein Risiko versichert wird (Correct answer)
- Das Schreiben von Versicherungspolicen für den Kunden
- Die Berechnung von Schadensleistungen nach einem Unfall
- Die Vertriebstätigkeit zur Gewinnung neuer Kunden
Correct answer: Die Risikoprüfung und Entscheidung, ob und zu welchen Konditionen ein Risiko versichert wird
Underwriting bezeichnet den Prozess der Risikoanalyse, -bewertung und -selektion, bei dem entschieden wird, ob ein Risiko angenommen wird und welche Prämie es erfordert.
Question 2: Was ist 'Moral Hazard' in der Versicherungswirtschaft?
- Die Tendenz Versicherter, nach Abschluss einer Versicherung weniger sorgfältig mit dem versicherten Gut umzugehen (Correct answer)
- Das Betrugsrisiko durch vorsätzliche Schadenmeldungen
- Das Risiko von Fehlkalkulationen in der Prämienberechnung
- Der Interessenkonflikt zwischen Versicherer und Makler
Correct answer: Die Tendenz Versicherter, nach Abschluss einer Versicherung weniger sorgfältig mit dem versicherten Gut umzugehen
Moral Hazard (moralisches Risiko) bezeichnet die Verhaltensänderung nach Versicherungsabschluss, bei der Versicherte weniger Vorsicht walten lassen, weil das Schadensrisiko auf den Versicherer übertragen wurde.
Question 3: Was versteht man unter 'adverse Selektion' (adverse selection)?
- Schlechte Risiken wählen überproportional häufig eine Versicherung, was das Versicherungsportfolio belastet (Correct answer)
- Die bewusste Ablehnung guter Risiken durch Underwriter
- Die Bevorzugung großer Unternehmen gegenüber Privatpersonen
- Das Prinzip der Risikomischung durch den Versicherer
Correct answer: Schlechte Risiken wählen überproportional häufig eine Versicherung, was das Versicherungsportfolio belastet
Adverse Selektion entsteht durch Informationsasymmetrien: Personen mit hohem Risiko sind häufiger versichert, was zu einer Verschlechterung des Risikomix und steigenden Prämien führt.
Question 4: Welche Funktion hat die Risikoprüfung bei der Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung?
- Sie ermöglicht eine individuelle Prämienkalkulation und Entscheidung über Vertragsannahme oder Ausschlüsse (Correct answer)
- Sie dient ausschließlich der Betrugserkennung
- Sie ist nur bei Vertragsänderungen erforderlich
- Sie bestimmt die Höhe der Schadenserstattung
Correct answer: Sie ermöglicht eine individuelle Prämienkalkulation und Entscheidung über Vertragsannahme oder Ausschlüsse
Die Risikoprüfung anhand von Gesundheitsfragen und ggf. ärztlichen Attesten ermöglicht dem Versicherer, das individuelle Risiko zu bewerten und Beitrag, Ausschlüsse oder Ablehnung festzulegen.
Question 5: Was ist ein 'Risikozuschlag' in der Versicherungstechnik?
- Ein erhöhter Beitrag für Versicherungsnehmer mit überdurchschnittlichem Risiko (Correct answer)
- Eine Strafgebühr bei verspäteter Beitragszahlung
- Ein Zuschlag für besonders wertvolle versicherte Gegenstände
- Die Mehrwertsteuer auf Versicherungsbeiträge
Correct answer: Ein erhöhter Beitrag für Versicherungsnehmer mit überdurchschnittlichem Risiko
Ein Risikozuschlag wird erhoben, wenn das individuelle Risiko des Antragstellers den Durchschnitt übersteigt (z. B. Vorerkrankungen in der BU-Versicherung).
Question 6: Was versteht man unter dem 'versicherungstechnischen Risiko'?
- Die Gefahr, dass die tatsächlichen Schäden von den kalkulierten Erwartungswerten abweichen (Correct answer)
- Das Risiko des Versicherungsnehmers, keinen Schaden zu erleiden
- Die Gefahr von Cyberangriffen auf Versicherungsunternehmen
- Das Risiko von Währungsschwankungen bei internationalen Verträgen
Correct answer: Die Gefahr, dass die tatsächlichen Schäden von den kalkulierten Erwartungswerten abweichen
Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Abweichungsgefahr zwischen den tatsächlich eingetretenen und den kalkulierten Schäden (Zufallsrisiko, Änderungsrisiko, Irrtumsrisiko).
Was versteht man unter 'Underwriting' in der Versicherungswirtschaft?