Kenntnisprüfung Gynäkologie und Geburtshilfe 1 — Questions and Answers
Question 1: Was ist die Erstlinientherapie bei unkomplizierter Präeklampsie unter der 34. Schwangerschaftswoche?
- Stationäre Überwachung, Antihypertensiva und Magnesiumsulfat bei Risiko einer Eklampsie (Correct answer)
- Sofortige Entbindung unabhängig vom Gestationsalter
- Ambulante Betreuung mit Blutdruckmessung zuhause
- Bettruhe allein ohne medikamentöse Therapie
Correct answer: Stationäre Überwachung, Antihypertensiva und Magnesiumsulfat bei Risiko einer Eklampsie
Bei Präeklampsie < 34 SSW wird primär eine konservative Behandlung mit Blutdruckkontrolle und Magnesiumsulfat angestrebt, um die Schwangerschaft zu verlängern.
Question 2: Welcher Befund ist charakteristisch für eine Eileiterschwangerschaft (Extrauteringravidität)?
- Einseitiger Unterbauchschmerz, positiver Schwangerschaftstest und leeres Cavum uteri im Ultraschall (Correct answer)
- Beidseitiger Unterbauchschmerz mit Fieber und positivem Schwangerschaftstest
- Schmerzlose vaginale Blutung im ersten Trimenon
- Normaler intrauteriner Fruchtpol bei Schmerzen
Correct answer: Einseitiger Unterbauchschmerz, positiver Schwangerschaftstest und leeres Cavum uteri im Ultraschall
Die klassische Trias der Extrauteringravidität ist einseitiger Schmerz, Amenorrhoe und positiver β-hCG-Test ohne intrauterinen Fruchtpol.
Question 3: Welches ist der wichtigste Risikofaktor für das Zervixkarzinom?
- Persistierende HPV-Infektion (v.a. Typ 16 und 18) (Correct answer)
- Frühe Menarche
- Nulliparität
- Familiäre Belastung
Correct answer: Persistierende HPV-Infektion (v.a. Typ 16 und 18)
Nahezu alle Zervixkarzinome entstehen auf dem Boden einer persistierenden Infektion mit hochrisikotypen humanen Papillomviren.
Question 4: Was ist die Ursache eines Gestationsdiabetes?
- Plazentahormone induzieren eine Insulinresistenz, die nicht ausreichend kompensiert wird (Correct answer)
- Autoimmune Zerstörung von Betazellen in der Schwangerschaft
- Übermäßige Glukosezufuhr durch die Mutter allein
- Virusinfektion der Bauchspeicheldrüse in der Frühschwangerschaft
Correct answer: Plazentahormone induzieren eine Insulinresistenz, die nicht ausreichend kompensiert wird
Plazentahormone wie HPL und Progesteron steigern die Insulinresistenz physiologisch; bei unzureichender Kompensation durch vermehrte Insulinsekretion entsteht Gestationsdiabetes.
Question 5: Welcher Befund beim CTG spricht für eine fetale Hypoxie?
- Späte Dezelerationen (late decelerations) nach Wehen (Correct answer)
- Frühe Dezelerationen synchron mit Wehen
- Basalfrequenz 120–160 Schläge/min
- Akzelerationen bei Kindsbewegungen
Correct answer: Späte Dezelerationen (late decelerations) nach Wehen
Späte Dezelerationen, die nach dem Wehengipfel auftreten und langsam zurückkehren, sind ein Zeichen einer uteroplazentataren Insuffizienz und fetalen Hypoxie.
Question 6: Welche Untersuchung ist Standard im deutschen Mutterpass zur Ersttrimesterdiagnostik auf Chromosomenanomalien?
- Ersttrimesterscreening (Nackentransparenzmessung + Serummarker + NT-Messung zwischen 11-14 SSW) (Correct answer)
- Amniozentese routinemäßig bei allen Schwangeren
- Triple-Test im zweiten Trimenon
- Chorionzottenbiopsie bei allen Schwangeren über 30
Correct answer: Ersttrimesterscreening (Nackentransparenzmessung + Serummarker + NT-Messung zwischen 11-14 SSW)
Das Ersttrimesterscreening kombiniert Ultraschall (NT-Messung) mit Serummarkern (PAPP-A, freies β-hCG) zur Risikoberechnung für Trisomien.
Was ist die Erstlinientherapie bei unkomplizierter Präeklampsie unter der 34.
Schwangerschaftswoche?